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JourBlog

Das Journalismus-Metablog – Kuratiert vom DFJV

Tag: 16. Januar 2025

Lese-Tipp: Was an Weidels Aussagen im Talk mit Musk nicht stimmt.

Björn Czieslik16. Januar 2025

Lese-Tipp: Eine Woche nach dem Talk von Elon Musk und AfD-Spitzen­kandidatin Alice Weidel (Foto) liefert Correctiv einen umfang­reichen Fakten­check zu

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Jella Haase spielt für ARD-Serie “Die Päpstin”.

Björn Czieslik16. Januar 2025

Serien-Päpstin: Die ARD kündigt bei der Programm­präsentation in Hamburg eine Neu­verfilmung des Roman-Klassikers “Die Päpstin” als Serie an. Die Haupt­rolle

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Dirk Ellenbeck wird Kommunikationschef von Ford Europa.

Björn Czieslik16. Januar 2025

Fordschrittlich: Autobauer Ford Europa macht Dirk Ellenbeck, 52, zum Director Communications und Public Affairs. Er ist seit Oktober für

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US-Regisseur David Lynch ist mit 78 Jahren gestorben.

Björn Czieslik16. Januar 2025

David Lynch, 78, ist tot. Der US-Regisseur ist wenige Tage vor seinem 79. Geburtstag gestorben, teilt seine Familie bei

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Medien­manager Heiko Gregor berät Flow Media Company.

Björn Czieslik16. Januar 2025

Heiko hilft: Die Hamburger Produktions­firma Flow Media Company richtet einen beratenden Beirat ein. Erstes Mitglied ist Medien­manager Heiko Gregor, der

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Jasmin Mittenzwei spricht für Waipu.tv.

Björn Czieslik16. Januar 2025

Mittenzwei ist mit dabei: Die frühere ProSiebenSat.1-Kommunikatorin Jasmin Mittenzwei ist neue Presse­sprecherin des TV-Streamers Waipu.tv, teilt

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Basta: Sport1 nimmt Datingshow ins Programm.

Björn Czieslik16. Januar 2025

Es liebe der Sport: TV-Sender Sport1 nimmt ein weiteres Unter­haltungs­format aus dem Katalog von Gesell­schafter Acunmedya ins Programm. Am 17.

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LFK Baden-Württemberg prüft Autosendung von Sunshine Live auf mögliche Werbe-Verstöße.

Björn Czieslik16. Januar 2025

Schleichwerbe-Motor? Die Landes­anstalt für Kommunikation Baden-Württemberg prüft nach einem epd-Hinweis einen “Anfangs­verdacht auf Werbe­verstöße” beim Electro-Radio­sender Sunshine Live. Es geht

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AfD-Zitate im “echten Wahlprogramm” von “Katapult” stammten auch von Ex-Mitgliedern.

Björn Czieslik16. Januar 2025

Faktische Fehler: Die Redaktion von “Katapult” hat im vorgeblich “echten” AfD-Wahl­programm auch Zitate von Personen veröffentlicht, die keine aktiven AfD-Mitglieder

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AfD-Zitate im “echten Wahlprogramm” von “Katapult” stammten auch von Ex-Mitgliedern.

Björn Czieslik16. Januar 2025

Faktische Fehler: Die Redaktion von “Katapult” hat im vorgeblich “echten” AfD-Wahl­programm auch Zitate von Personen veröffentlicht, die keine aktiven AfD-Mitglieder

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Super Vorschlag von Bob Blume: Bundesaltenspiele

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„Bundesjugendspiele sollen wieder härter werden“, titelt die Bild.

Das haben die deutschen Bildungsminister:innen beschlossen. In der folgenden Presseberichterstattung wird die

der Bildungsministerkonferenz und Bayerische Kultusministerin, Anna Stolz (Freie Wähler) mit den Worten zitiert:

„Vorher wurden die Kinder in Zonen gemessen, jetzt werden wieder Zeiten gemessen. Das wird von meiner Seite vor dem Hintergrund einer positiven Leistungskultur und auch Persönlichkeitsentwicklung ausdrücklich unterstützt.“

Der Bildungspublizist Bob Blume hat darauf reagiert und einen super Vorschlag gemacht:
Die Bundesaltenspiele. Er schreibt:

So viel Wettkampf wie gerade für Kinder gefordert wird – nur für alle. Jeder tritt an, egal wie unsportlich, vor dem ganzen Dorf, macht Übungen, bei denen er sich maximal unwohl fühlt und bekommt danach eine Urkunde, die das Scheitern schriftlich festhält. Zum Aufhängen.

Wer jetzt zusammenzuckt, hat den Sinn der Bundesjugendspiele exakt verstanden.

Und wer den Vorschlag ablehnt, ist verweichlicht – und damit ein gutes Beispiel für seine ganze Generation.

Ich unterstütze diesen Vorschlag sehr – legt er doch offen, wie wir stets über die junge Generation sprechen. In einer Haltung, die Astrid Lindgren 1939 so beschrieben hat (zitiert nach):

„Nein, es ist nicht leicht, ein Kind zu sein! Es ist schwer, ungeheuer schwer. Was bedeutet es denn – ein Kind zu sein. Es bedeutet, dass man ins Bett gehen, aufstehen, sich anziehen, essen, Zähne und Nase putzen muss, wenn es den Großen passt, nicht wenn man es selbst möchte. (. ..) Ich habe mich oft gefragt, was passieren würde, wenn man anfinge, die Großen in dieser Art zu behandeln. Große Leute haben einen unangenehmen Hang, mit Vergleichen zu kommen. Sie sprechen gern von ihrer eigenen Kindheit. Soweit ich verstanden habe, hat es in der ganzen Menschheitsgeschichte keine solche Ansammlung von begabten und wohlerzogenen Rangen gegeben wie in der Zeit, als meine Eltern aufwuchsen. (…) Kurz – ihre Kindheit war eine einzige, lange Sonntagsschulgeschichte.„

Der Perspektiv-Wechsel, den Bob mit seinem Vorschlag anregt, zeigt uns, dass wir dringend eine andere Art der Generationen-Debatte brauchen. Egal ob es um Leistungsbereitschaft oder Medienkompetenz geht (warum eigentlich nicht alle deutschen zu ihrer digitalen Verteidigungsbereitschaft befragten?) – es ist noch kein ausreichendes politische Konzept, Kinder und Jugendliche zu drangsalieren.

Deshalb habe ich die Domain bundesaltenspiele.de registriert und auf diese Seite hier geleitet. Ich bin aber jederzeit bereit, die die URL den Bundesjugendspielen zu übergeben, damit sie diese weiternutzen können (falls du jemanden aus dem Kuratorium oder Ausschuss kennst, gerne weiterleiten)

Hier Bücher von Bob Blume lesen – hier mein Buch zum Thema Social-Media-Verbot vorbestellen

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Das haben die deutschen Bildungsminister:innen beschlossen. In der folgenden Presseberichterstattung wird die

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Der Bildungspublizist Bob Blume hat darauf reagiert und einen super Vorschlag gemacht:
Die Bundesaltenspiele. Er schreibt:

So viel Wettkampf wie gerade für Kinder gefordert wird – nur für alle. Jeder tritt an, egal wie unsportlich, vor dem ganzen Dorf, macht Übungen, bei denen er sich maximal unwohl fühlt und bekommt danach eine Urkunde, die das Scheitern schriftlich festhält. Zum Aufhängen.

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Und wer den Vorschlag ablehnt, ist verweichlicht – und damit ein gutes Beispiel für seine ganze Generation.

Ich unterstütze diesen Vorschlag sehr – legt er doch offen, wie wir stets über die junge Generation sprechen. In einer Haltung, die Astrid Lindgren 1939 so beschrieben hat (zitiert nach):

„Nein, es ist nicht leicht, ein Kind zu sein! Es ist schwer, ungeheuer schwer. Was bedeutet es denn – ein Kind zu sein. Es bedeutet, dass man ins Bett gehen, aufstehen, sich anziehen, essen, Zähne und Nase putzen muss, wenn es den Großen passt, nicht wenn man es selbst möchte. (. ..) Ich habe mich oft gefragt, was passieren würde, wenn man anfinge, die Großen in dieser Art zu behandeln. Große Leute haben einen unangenehmen Hang, mit Vergleichen zu kommen. Sie sprechen gern von ihrer eigenen Kindheit. Soweit ich verstanden habe, hat es in der ganzen Menschheitsgeschichte keine solche Ansammlung von begabten und wohlerzogenen Rangen gegeben wie in der Zeit, als meine Eltern aufwuchsen. (…) Kurz – ihre Kindheit war eine einzige, lange Sonntagsschulgeschichte.„

Der Perspektiv-Wechsel, den Bob mit seinem Vorschlag anregt, zeigt uns, dass wir dringend eine andere Art der Generationen-Debatte brauchen. Egal ob es um Leistungsbereitschaft oder Medienkompetenz geht (warum eigentlich nicht alle deutschen zu ihrer digitalen Verteidigungsbereitschaft befragten?) – es ist noch kein ausreichendes politische Konzept, Kinder und Jugendliche zu drangsalieren.

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Dein Fake-Feed, Brooklyn-Coffee, LinkedIn, Generationen und immer noch 6’7 (Netzkulturcharts Mai 2026)

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Was beschäftigt Menschen im Hochformat im Mai 2026? Die Netzkulturcharts suchen eine Antwort in den Memes und Trends, die mir

diesem Monat augefallen sind.

Wenn du keine Folge verpassen willst, bestelle meine kostenfreien Newsletter!

Platz 1: Dein Fake-Feed

Die Netzkultur wurde – auf der Meta-Ebene – im Mai von diesem Text aus Vulture dominiert, der die These aufstellt, dein Feed sei manipuliert. Die Behauptung basiert allerdings weniger auf der Macht der Plattformen, die Einfluss auf das nehmen, was uns ausgespielt wird. Sondern vor allem darauf, dass externe durch Fake-Accounts den Feed manipulieren könnten. Ich halte beides – wie gesagt – für so wichtig, dass ich es deutlich uf Platz 1 der Netzkulturcharts setzen will. Denn: „Zwielichtige Marketingpraktiken und Propaganda sind natürlich nichts Neues, neu ist jedoch, dass die gesamte Infrastruktur der öffentlichen Debatte still und leise von beiden vereinnahmt wurde. In den sozialen Medien wird die öffentliche Meinung gleichzeitig geformt, gemessen und manipuliert, und jedes Signal, das die Plattformen erzeugen – ein Trend-Song, eine Gegenreaktion, ein Gesprächsthema, das Gefühl, dass „alle“ plötzlich über dasselbe reden – kann nun von unsichtbaren Akteuren mit versteckten Absichten inszeniert werden.„

Platz 2: Brooklyn Coffee Shop

Eine der Besonderheiten bei der Verleihung des Webby-Awards, die mir als Aufmerksamkeits-Fan gefällt, ist jene: die Dankesrede darf nur fünf Worte umfassen. Als xxx und xxx in diesem Monat die Auszeichnung für ihre Social-Media-Serie „Brooklyn Coffee Shop“ entgegen nahmen, sagten sie also: „We don’t Even Drink coffee“. Dabei blickten sie auf diese typische Art und Weise an der Kamera vorbei, die sie auf ihrem erfundenen Social-Media-Account für einen klischeehaften Coffeeshop in New York webbekannt gemacht hatte.

Autorin und Schauspielerin Pooja Tripathi spielt Thyme, die „stets unbeeindruckte, aggressiv systemkritische, mit den Augen rollende Barista“ in einem erfundenen Coffeeshop in Brooklyn. So beschrieb Vogue die Serie, in der Darryl Gene Daughtry Jr den Kollegen Kale spielt. Bei empfangen in ihrem Laden unterschiedliche Gäste. In diesem Monat unbedingt den Cameo-Auftritt von Laura Ramosa anschauen, die die beiden Barista aus Brooklyn tatsächlich mal beeindruckt: weil sie aus Berlin kommt.

Platz 3: Generationen-Marketing

Ein zentraler Treiber für Social-Media-Erfolg ist Gruppenzugehörigkeit – und Abgrenzung von anderen. Es gibt kaum etwas, das dafür so gut geeignet ist wie das eigene Alter: Die Zuschreibung von Generationen-Identitäten funktioniert als zuverlässiger Abgrenzungs-Mechanismus – das wissen Marketing-Verantwortliche nicht erst seit OK Boomer.

Beim GenZ vs Millenial-Marketing-Post steht genau diese Differenz im Mittelpunkt. Zu sehen sind Marketing-Posts in einem Karussell-Beitrag in Instagram, die jeweils von Millenials und GenZ-Vertreter:innen geschrieben wurden. Hier ein Beispiel von der Marketing-Abteilung der Insel Usedom.

Platz 4: LinkedIn

Das Berufsnetzwerk LinkedIn taucht nur selten in den Netzkulturcharts auf – meist als ironische Persiflage einer bestimmten selbstbewerbenden Sprache, über die sich die anderen Netznutzer:innen lustig machen. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Platzierung nicht ganz ernst gemeint ist: Es geht nämlich um bekannte Stars, die das Berufsnetzwerk in ihre Marketing-Kampagne einspannen.

Das ist im Kern durchaus vergleichbar mit den Posts, die ein gewöhnlicher Büroarbeiter veröffentlicht – allerdings hat Jennifer Lopez halt keine Büro-Job. Mehr dazu in diesem kurzen Insta-Clip.

Platz 5: Weiterhin 6’7

Der Papst hat in diesem Monat in Genua vor jungen Menschen seine beiden Hände abwechselnd hoch und runter bewegt. Die amtliche 6’7-Geste wurde gefilmt und anschließend von der BBC wie ein kirchlicher Segen in der Netzgemeinde verbreitet.

Unterdessen verbreitete sich im deutschsprachigen Raum die Behauptung, die 6’7-Geste könne als Gebärde gelesen werden – für das Wort „Hoden“. Dabei sind die beiden Gesten durchaus unterschiedlich, wie der Funk-Account offenundehrlich durch Nachfragen bei einer Frau recherchiert hat, die tatsächlich Gebärdensprache spricht.

Der Hype um den vermeintlichen Übersetzungsfehler zeigt jedoch: 6’7 und die zugehörige Geste sind auch gefühlte Netzkulturjahrzehnte nach ihrem ersten Auftreten noch immer von Interesse.


Besondere Erwähnung

Heval ist der Strohhut-Rapper aus Gelsenkirchen. Er ist angeblich 15 Jahre alt und ein Star auf Tiktok/Insta.

Die Kommentierung eines Kinderschaukel-Vorgangs wurde in diesem Monat zu einem viralen Sound: „Nicht schnell Dominika, Richard steht hoch“ wurde von zahlreichen Accounts aufgegriffen – und ist hiermit zumindest erwähnt.

Und dass zumindest in Österreich zahlreiche Accounts den ESC-Song „Tanzschein“ mit Adaptionen referenzierten (Fahrschein etc.) sollte auch nicht unter den Tisch fallen.


Wenn dir die Netzkulturcharts gefallen, abonniere meinen Newsletter oder lies das Buch Meme – Muster digitaler Kommunikation.

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