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Das Journalismus-Metablog – Kuratiert vom DFJV

Autor: Emilia Mattu

“Ich habe alle Talente versucht, zu bergen” – Philipp Westermeyer im Videofragebogen.

Emilia Mattu11. April 2023

Vice was er will: Philipp Westermeyer verrät im turi2-Videofragebogen, dass er in seinem Leben verschiedene Vorbilder hat –

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“Ich habe von allen Chefs etwas lernen können” – Jennifer Wilton im Videofragebogen.

Emilia Mattu6. April 2023

Selber Job, anderes Medium: Jennifer Wilton verrät im turi2-Video­frage­bogen, dass sie schon als Kind Journalistin werden will –

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Willkommen im Club: Judith Wiese.

Emilia Mattu16. März 2023

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Judith Wiese ist Vorstands­­mitglied und Arbeits­­direktorin von Siemens. Im großen Interview der turi2

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Willkommen im Club: Parshad Esmaeili.

Emilia Mattu10. März 2023

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Parshad Esmaeili ist Entertainerin und Comedienne. Im großen Interview der turi2 edition #20

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Willkommen im Club: Katrin Eigendorf.

Emilia Mattu16. Januar 2023

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: ZDF-Journalistin Katrin Eigendorf gehört zu den bekanntesten Auslands- und Krisen­reporterinnen des Landes. Im

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Willkommen im Club: Konstantina Vassiliou-Enz.

Emilia Mattu9. Januar 2023

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Konstantina Vassiliou-Enz ist Mit­­begründerin und Geschäfts­­führerin der Beratung Diversity Kartell. Im turi2-Interview erklärt

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turi2.de/termine: Medientrends 2023.

Emilia Mattu12. Dezember 2022

Termine: Das Medien­netzwerk Bayern wirft heute einen Blick auf die Medientrends 2023. Ab 15 Uhr unter­suchen u.a. Katharina Baumann

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turi2.de/termine: Bindungen, HIV-Politik, Corporate Governance, künstliche Intelligenz.

Emilia Mattu1. Dezember 2022

Termine: Das Rheingold Institut lädt ab 14 Uhr zum ExpertClub über Bindungskräfte. +++ Ab 15 Uhr wirft der “Tagesspiegel” auf

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Wir graturilieren: Marianne Heiß wird 50.

Emilia Mattu2. November 2022

Wir graturilieren: Marianne Heiß, CEO der BBDO Group Germany, feiert heute ihren 50. Geburtstag. Schaut sie auf ihr bisheriges

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Wir graturilieren: Christian Bachem wird 57.

Emilia Mattu31. Oktober 2022

Wir graturilieren: Der geschäfts­führende Gesellschafter der Strategie­beratung Markendienst, Christian Bachem, feiert heute seinen 57. Geburtstag und wird von

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Auskunftsrechte unterlaufen, China und Russland, Geschichte erzählen

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1. Lobbyismus: Staatsrechtler kritisieren fehlende Transparenz im Wirtschaftsministerium
(correctiv.org, Annika Joeres & Elena Kolb)
Staatsrechtler und Datenschutzexperten würfen dem

Bildblog unterstuetzen
unter Katherina Reiche (CDU) vor, parlamentarische Auskunftsrechte systematisch zu unterlaufen. Anlass sei die Beantwortung einer Kleinen Anfrage der Grünen zu Lobbykontakten mit der Gaswirtschaft im Vorfeld der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes. Das Ministerium habe konkrete Treffen und Daten sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitgehend verschwiegen und dies mit fehlenden Aufzeichnungen sowie Personalwechseln begründet.

2. Sie dürfen wieder rein
(taz.de)
Ein US-Gericht habe die von Präsident Donald Trump verhängte Aussperrung von CNN, MS Now und “Politico” aus dem Weißen Haus per einstweiliger Verfügung vorerst aufgehoben. Richter Tim Kelly habe erklärt, dass der überraschende Entzug der Presseausweise ohne ordentliches Verfahren wahrscheinlich verfassungswidrig sei. Vorausgegangen sei eine beispiellose Solidarisierung des US-amerikanischen Nachrichtenpools, dessen Sender sich geweigert hätten, den Pool-Platz von CNN zu übernehmen.

3. China und Russland: Propaganda-Allianz oder strategische Verstärkung?
(de.ejo-online.eu, Susanne Fengler)
Eine Analyse von fast 100.000 Videobeiträgen der internationalen Staatssender RT und CGTN über den Krieg gegen die Ukraine widerlege die These einer geschlossenen russisch-chinesischen Propaganda-Allianz. Statt eines einheitlichen Drehbuchs betreibe Peking den Forscherinnen und Forschern der Universitäten Sheffield und Glasgow zufolge eine asymmetrische “strategische Verstärkung”. RT suche die aggressive, emotional aufgeladene Konfrontation. CGTN übernehme russische Grundaussagen selektiv und pseudo-sachlich, eingebettet in das chinesische Selbstbild einer verantwortungsvollen Friedensmacht. Im Gegenzug fänden chinesische Narrative im Programm von RT praktisch keinen Niederschlag.

Bildblog unterstuetzen

4. Wie wir Podcasts hören (und sehen)
(medientage.de, Petra Schwegler)
Aktuelle Erhebungen von Bitkom, YouGov, Acast und der ARD/ZDF-Medienstudie würden den anhaltenden Boom des Podcast-Marktes und dessen Wandel zum multimedialen Format belegen. Laut Bitkom würden inhaltlich Lifestyle-Themen mit 75 Prozent erstmals vor Nachrichten (71 Prozent) führen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ab 16 Jahren höre zumindest gelegentlich Podcasts. Parallel gewännen Video-Podcasts massiv an Bedeutung.

5. Wie akkurat erzählen Medien Geschichte?
(deutschlandfunk.de, Anh Tran, Audio: 37:46 Minuten)
Im Deutschlandfunk (DLF) kommen regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu Wort. Manchmal liefern sie sogar die Idee für eine ganze Sendung und tauschen sich darin mit Expertinnen und Experten aus. In dieser Folge des Podcasts “Nach Redaktionsschluss” geht es um die Frage, wie historisch korrekt Medien über Geschichte erzählen, speziell über die DDR. Es diskutieren der DLF-Hörer Christian Behrendt, der Historiker Stefan Wolle und Thüringen-Korrespondent Henry Bernhard.

6. Top 100 Onlinemedien: starker Monat für “Ruhr 24” und “Tag24”, “t-online”, “Chip” und “Chefkoch” weit unter Vorjahr
(meedia.de, Jens Schröder)
Laut einer “Meedia”-Auswertung der “Similarweb”-Hochrechnungen habe die Mehrheit der 100 reichweitenstärksten deutschen Online-Medien im August 2026 Visits im Vergleich zum Vorjahresmonat eingebüßt. Während Bild.de mit 166,32 Millionen Besuchen Spitzenreiter geblieben sei, hätten Angebote wie t-online.de (-28,2 Prozent), Chip.de (-32,3 Prozent) und Chefkoch.de (-28,7 Prozent) deutliche Verluste verzeichnet. Zu den Gewinnern würden vor allem Portale wie “Ruhr24”, “Tag24” und die Website des MDR gehören.

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1. Lobbyismus: Staatsrechtler kritisieren fehlende Transparenz im Wirtschaftsministerium
(correctiv.org, Annika Joeres & Elena Kolb)
Staatsrechtler und Datenschutzexperten würfen dem

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unter Katherina Reiche (CDU) vor, parlamentarische Auskunftsrechte systematisch zu unterlaufen. Anlass sei die Beantwortung einer Kleinen Anfrage der Grünen zu Lobbykontakten mit der Gaswirtschaft im Vorfeld der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes. Das Ministerium habe konkrete Treffen und Daten sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitgehend verschwiegen und dies mit fehlenden Aufzeichnungen sowie Personalwechseln begründet.

2. Sie dürfen wieder rein
(taz.de)
Ein US-Gericht habe die von Präsident Donald Trump verhängte Aussperrung von CNN, MS Now und “Politico” aus dem Weißen Haus per einstweiliger Verfügung vorerst aufgehoben. Richter Tim Kelly habe erklärt, dass der überraschende Entzug der Presseausweise ohne ordentliches Verfahren wahrscheinlich verfassungswidrig sei. Vorausgegangen sei eine beispiellose Solidarisierung des US-amerikanischen Nachrichtenpools, dessen Sender sich geweigert hätten, den Pool-Platz von CNN zu übernehmen.

3. China und Russland: Propaganda-Allianz oder strategische Verstärkung?
(de.ejo-online.eu, Susanne Fengler)
Eine Analyse von fast 100.000 Videobeiträgen der internationalen Staatssender RT und CGTN über den Krieg gegen die Ukraine widerlege die These einer geschlossenen russisch-chinesischen Propaganda-Allianz. Statt eines einheitlichen Drehbuchs betreibe Peking den Forscherinnen und Forschern der Universitäten Sheffield und Glasgow zufolge eine asymmetrische “strategische Verstärkung”. RT suche die aggressive, emotional aufgeladene Konfrontation. CGTN übernehme russische Grundaussagen selektiv und pseudo-sachlich, eingebettet in das chinesische Selbstbild einer verantwortungsvollen Friedensmacht. Im Gegenzug fänden chinesische Narrative im Programm von RT praktisch keinen Niederschlag.

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4. Wie wir Podcasts hören (und sehen)
(medientage.de, Petra Schwegler)
Aktuelle Erhebungen von Bitkom, YouGov, Acast und der ARD/ZDF-Medienstudie würden den anhaltenden Boom des Podcast-Marktes und dessen Wandel zum multimedialen Format belegen. Laut Bitkom würden inhaltlich Lifestyle-Themen mit 75 Prozent erstmals vor Nachrichten (71 Prozent) führen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ab 16 Jahren höre zumindest gelegentlich Podcasts. Parallel gewännen Video-Podcasts massiv an Bedeutung.

5. Wie akkurat erzählen Medien Geschichte?
(deutschlandfunk.de, Anh Tran, Audio: 37:46 Minuten)
Im Deutschlandfunk (DLF) kommen regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu Wort. Manchmal liefern sie sogar die Idee für eine ganze Sendung und tauschen sich darin mit Expertinnen und Experten aus. In dieser Folge des Podcasts “Nach Redaktionsschluss” geht es um die Frage, wie historisch korrekt Medien über Geschichte erzählen, speziell über die DDR. Es diskutieren der DLF-Hörer Christian Behrendt, der Historiker Stefan Wolle und Thüringen-Korrespondent Henry Bernhard.

6. Top 100 Onlinemedien: starker Monat für “Ruhr 24” und “Tag24”, “t-online”, “Chip” und “Chefkoch” weit unter Vorjahr
(meedia.de, Jens Schröder)
Laut einer “Meedia”-Auswertung der “Similarweb”-Hochrechnungen habe die Mehrheit der 100 reichweitenstärksten deutschen Online-Medien im August 2026 Visits im Vergleich zum Vorjahresmonat eingebüßt. Während Bild.de mit 166,32 Millionen Besuchen Spitzenreiter geblieben sei, hätten Angebote wie t-online.de (-28,2 Prozent), Chip.de (-32,3 Prozent) und Chefkoch.de (-28,7 Prozent) deutliche Verluste verzeichnet. Zu den Gewinnern würden vor allem Portale wie “Ruhr24”, “Tag24” und die Website des MDR gehören.

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Mediale Brandmauer?, Satire als News-Ersatz, Web-Archivierung

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1. Wo ist sie denn, die angebliche mediale Brandmauer?
(fr.de, Tanjev Schultz)
Eine mediale Brandmauer zur AfD existiere laut

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Tanjev Schultz aktuell nicht und habe auch nie bestanden. Zwar würden einige Leitmedien auf Interviews mit den Parteispitzen Alice Weidel und Tino Chrupalla verzichten, doch bestimme die AfD längst die gesamtmediale Themenagenda. Schultz warnt in seiner Kolumne vor einem vorauseilenden Gehorsam bei ARD und ZDF. Wenn Talkmaster wie Markus Lanz die Partei verharmlosend normalisieren, passe sich das öffentlich-rechtliche System womöglich von selbst an einen rechtsextremen Machtzuwachs an.

2. Christian Ehring: “Ich will nicht auf Teufel komm raus provozieren”
(dwdl.de, Jan Freitag)
Zum 50-jährigen Bestehen von “Extra 3” bilanziert Moderator Christian Ehring im Interview mit “DWDL” die Entwicklung der ältesten deutschen Satiresendung. Das Alleinstellungsmerkmal des Formats liege in einem vergleichsweise versöhnlicheren Ton, der den Alltags- und Bürokratieirrsinn jenseits des tagespolitischen Betriebs aufgreife. Ehring beobachtet, dass Satire für jüngere Zielgruppen zunehmend als Wochenzusammenfassung und Nachrichten-Ersatz fungiere. Zudem habe sich die Relevanz durch Soziale Medien massiv verstärkt.

3. Bei der Web-Archivierung fehlt die Strategie
(netzpolitik.org, Leonhard Pitz)
Digitalhistoriker Jens Crueger mahne laut netzpolitik.org, dass Web-Archive als kritische Infrastruktur verstanden werden müssen. Das Internet sei entgegen landläufiger Meinungen extrem vergänglich, und bereits rund 38 Prozent der Webseiten aus 2013 seien verschwunden. In Deutschland fehle es an einer nationalen Strategie der Web-Archivierung und ausreichenden Ressourcen. Die Deutsche Nationalbibliothek erfülle ihren gesetzlichen Auftrag nur minimal, habe seit über zehn Jahren keinen vollständigen .de-Domain-Crawl mehr durchgeführt und schränke den Zugang durch eine gesetzliche “Terminalschranke” auf Vor-Ort-Lesesäle ein.

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4. No-SLAPP: Wehrhaft gegen Antifeminismus
(verdi.de, Vivian Kube)
Das sechste Kapitel des No-SLAPP-Handbuchs beschäftigt sich mit antifeministischen Klagen als gezielte juristische Einschüchterungsstrategie: “Antifeministische SLAPPs unterscheiden sich in ihrer Dynamik und Wirkung in einigen Aspekten von anderen missbräuchlichen rechtlichen Vorgehensweisen. Sie sind nicht nur rechtliche Angriffe auf die Meinungsfreiheit, sondern zugleich Teil einer größeren Strategie, feministische Stimmen, queere Perspektiven und Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt zum Schweigen zu bringen.”

5. Verklagen, bedrohen, überfahren
(taz.de, Katharina Wojczenko)
Seit dem Amtsantritt von Präsident Abelardo Gabriel de la Espriella Otero habe sich die Lage für unabhängige Medien in Kolumbien drastisch verschärft. Geleakte und inzwischen offizielle Richtlinien würden Ministerien eigenständige Pressekonferenzen und Interviews untersagen. Regierungsnahe Medien würden hingegen bevorzugt. Laut der Stiftung für Pressefreiheit FLIP nehme die Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten massiv zu. Außerdem würden die Drohungen und juristischen Einschüchterungen zu verstärkter Selbstzensur führen.

6. 10 Jahre funk – Daten, Werte und eine Zukunft mit KI
(laeuft-programmschau.podigee.io, Alexander Matzkeit, Audio: 32:04 Minuten)
Kurz vor dem zehnjährigen Bestehen des jungen Angebots “Funk” von ARD und ZDF zieht die Programmgeschäftsführung um Philipp Schild und Christine Blum im Podcast “Läuft” Bilanz. Durch das stetige Herauswachsen des Publikums und eine stark datengetriebene Steuerung stehe man unter dem Zwang, Formate bei Zielgruppenverfehlungen radikal zu beenden oder an öffentlich-rechtliche Hauptsender abzugeben. Wachsende Sorge bereite zudem die Abhängigkeit von US-Konzernen. Plattformen wie die des Social-Media-Konzerns Meta würden zunehmend die Ausspielung politischer Inhalte drosseln, weshalb man vermehrt auf dezentrale Netzwerke wie das Fediverse setze.

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1. Wo ist sie denn, die angebliche mediale Brandmauer?
(fr.de, Tanjev Schultz)
Eine mediale Brandmauer zur AfD existiere laut

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Tanjev Schultz aktuell nicht und habe auch nie bestanden. Zwar würden einige Leitmedien auf Interviews mit den Parteispitzen Alice Weidel und Tino Chrupalla verzichten, doch bestimme die AfD längst die gesamtmediale Themenagenda. Schultz warnt in seiner Kolumne vor einem vorauseilenden Gehorsam bei ARD und ZDF. Wenn Talkmaster wie Markus Lanz die Partei verharmlosend normalisieren, passe sich das öffentlich-rechtliche System womöglich von selbst an einen rechtsextremen Machtzuwachs an.

2. Christian Ehring: “Ich will nicht auf Teufel komm raus provozieren”
(dwdl.de, Jan Freitag)
Zum 50-jährigen Bestehen von “Extra 3” bilanziert Moderator Christian Ehring im Interview mit “DWDL” die Entwicklung der ältesten deutschen Satiresendung. Das Alleinstellungsmerkmal des Formats liege in einem vergleichsweise versöhnlicheren Ton, der den Alltags- und Bürokratieirrsinn jenseits des tagespolitischen Betriebs aufgreife. Ehring beobachtet, dass Satire für jüngere Zielgruppen zunehmend als Wochenzusammenfassung und Nachrichten-Ersatz fungiere. Zudem habe sich die Relevanz durch Soziale Medien massiv verstärkt.

3. Bei der Web-Archivierung fehlt die Strategie
(netzpolitik.org, Leonhard Pitz)
Digitalhistoriker Jens Crueger mahne laut netzpolitik.org, dass Web-Archive als kritische Infrastruktur verstanden werden müssen. Das Internet sei entgegen landläufiger Meinungen extrem vergänglich, und bereits rund 38 Prozent der Webseiten aus 2013 seien verschwunden. In Deutschland fehle es an einer nationalen Strategie der Web-Archivierung und ausreichenden Ressourcen. Die Deutsche Nationalbibliothek erfülle ihren gesetzlichen Auftrag nur minimal, habe seit über zehn Jahren keinen vollständigen .de-Domain-Crawl mehr durchgeführt und schränke den Zugang durch eine gesetzliche “Terminalschranke” auf Vor-Ort-Lesesäle ein.

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4. No-SLAPP: Wehrhaft gegen Antifeminismus
(verdi.de, Vivian Kube)
Das sechste Kapitel des No-SLAPP-Handbuchs beschäftigt sich mit antifeministischen Klagen als gezielte juristische Einschüchterungsstrategie: “Antifeministische SLAPPs unterscheiden sich in ihrer Dynamik und Wirkung in einigen Aspekten von anderen missbräuchlichen rechtlichen Vorgehensweisen. Sie sind nicht nur rechtliche Angriffe auf die Meinungsfreiheit, sondern zugleich Teil einer größeren Strategie, feministische Stimmen, queere Perspektiven und Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt zum Schweigen zu bringen.”

5. Verklagen, bedrohen, überfahren
(taz.de, Katharina Wojczenko)
Seit dem Amtsantritt von Präsident Abelardo Gabriel de la Espriella Otero habe sich die Lage für unabhängige Medien in Kolumbien drastisch verschärft. Geleakte und inzwischen offizielle Richtlinien würden Ministerien eigenständige Pressekonferenzen und Interviews untersagen. Regierungsnahe Medien würden hingegen bevorzugt. Laut der Stiftung für Pressefreiheit FLIP nehme die Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten massiv zu. Außerdem würden die Drohungen und juristischen Einschüchterungen zu verstärkter Selbstzensur führen.

6. 10 Jahre funk – Daten, Werte und eine Zukunft mit KI
(laeuft-programmschau.podigee.io, Alexander Matzkeit, Audio: 32:04 Minuten)
Kurz vor dem zehnjährigen Bestehen des jungen Angebots “Funk” von ARD und ZDF zieht die Programmgeschäftsführung um Philipp Schild und Christine Blum im Podcast “Läuft” Bilanz. Durch das stetige Herauswachsen des Publikums und eine stark datengetriebene Steuerung stehe man unter dem Zwang, Formate bei Zielgruppenverfehlungen radikal zu beenden oder an öffentlich-rechtliche Hauptsender abzugeben. Wachsende Sorge bereite zudem die Abhängigkeit von US-Konzernen. Plattformen wie die des Social-Media-Konzerns Meta würden zunehmend die Ausspielung politischer Inhalte drosseln, weshalb man vermehrt auf dezentrale Netzwerke wie das Fediverse setze.

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